2022 - 2025
Verwaltungsrat
Mitglieder des Verwaltungsrats
In der Sitzung des Verwaltungsrats am Montag, den 26. Januar 2026, wurden die neuen Ämter der Fondazione Alexander Langer Stiftung ETS gewählt:
Präsident: Stefano Petrungaro
Schatzmeisterin: Marzia Bona
Beiräte und Beirätinnen: Clara Bassan, Giulia Galera, Sabina Langer, Tommaso Marangoni, Silvano Motto, Lorenzo Vianini, Anna Wolf
Rechnungsprüfer - Kontrollgremium: Dr. Piergiuseppe Nicoletti
Kurze Vorstellung der Mitglieder des Verwaltungsrats
Clara Bassan
Clara Bassan (Vicenza, 1993) hat an der Universität Turin in Zeitgeschichte promoviert. Ihre Dissertation widmete sich der Figur Alexander Langers und seinem politischen Wirken im Europäischen Parlament (1989–1995); die Disputation fand im November 2024 statt. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Transnationalgeschichte, der Umweltgeschichte, der Geschichte der europäischen Integration sowie der globalen Nord-Süd-Beziehungen. Besonders beschäftigt sie sich mit der Geschichte der ökologischen Bewegungen und der Grünen Parteien in Europa. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit hat sie im Bereich Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit mit verschiedenen NGOs zusammengearbeitet – unter anderem im Rahmen mehrerer Praktika – und hat kürzlich ein Traineeship bei der Exekutivagentur des Europäischen Forschungsrats in Brüssel abgeschlossen. Clara ist seit März 2022 Mitglied des Verwaltungsrats der Fondazione Langer.
Marzia Bona
Seit 2018 ist sie als Forscherin bei Eurac Research tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf menschlicher Migration, lokaler Entwicklung sowie sozialen Transformationen in ländlichen und alpinen Regionen. Sie hat einen Abschluss in Internationalen Beziehungen mit einer Spezialisierung auf den postjugoslawischen Raum. Forschungs- und Kooperationsaufenthalte führten sie nach Sarajevo, wo sie mit dem European Regional Master in Democracy and Human Rights in South East Europe (ERMA) sowie mit dem Osservatorio Balcani Caucaso Transeuropa zusammenarbeitete. Für Letzteres war sie am Forschungsprojekt „Cercavamo la pace“ beteiligt, das sich mit der italienischen Solidaritätsmobilisierung während der Balkankriege der 1990er Jahre befasste. Zu ihren weiteren Forschungsinteressen zählen Geschlechterdynamiken in Migrationsprozessen und in postkonfliktiven Kontexten.
Giulia Galera
Geboren in Sterzing, ist sie derzeit Forscherin am Istituto Euricse in Trient, das sich mit Sozialunternehmen und Genossenschaften befasst. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Rolle und das Potenzial des dritten Sektors bei der Förderung sozialer und beruflicher Eingliederungspfade für schutzbedürftige Personen, bei der Aufnahme von Asylsuchenden, Flüchtlingen und Inhabern verschiedener Formen internationalen Schutzes, bei der Förderung eines bürgernahen Gesundheitssystems und allgemein beim Kampf gegen Ungleichheiten und dem Aufbau einer kohärenteren und demokratischeren Gesellschaft. Sie hat zahlreiche europäische Projekte koordiniert und mit verschiedenen internationalen und nationalen Institutionen zusammengearbeitet; sie ist Präsidentin des Sozialunternehmens Miledù in Como.
Sabina Langer
Partizipation und der aktiven Bürgerschaft in der Schule und darüber hinaus. Nach einem Studium der politischen Philosophie promovierte sie in Allgemeiner Pädagogik, Sozialpädagogik, Allgemeiner Didaktik und Fachdidaktik an der Freien Universität Bozen. Sie ist Redakteurin und Autorin zahlreicher Schulbücher für die Grund- und Mittelschule. Sie ist Mitherausgeberin der internationalen Konferenz PEA Pedagogy Ecology and the Arts. Sie arbeitet mit dem Netzwerk ED.UMA.NA und Zero5 – Laboratorio di Utopie Metropolitane coop. soc, interazioni.eu zusammen. Seit über 25 Jahren ist Bosnien und Herzegowina auch dank der Projekte mit der Fondazione Alexander Langer Stiftung ein bisschen Heimat.
Tommaso Marangoni
1993 geboren, interessiert er sich seit jeher für die Themen des Zusammenlebens und der Mehrsprachigkeit. Gestützt auf eine fundierte Erfahrung in der Lokalpolitik in Südtirol lebt und arbeitet er seit 2024 in Innsbruck, wo er sich mit grenzüberschreitenden Kooperationsprojekten befasst. Durch sein Engagement in kulturellen und sportlichen Vereinen möchte er die interkulturelle Begegnung und den Austausch fördern.
Silvano Motto
Er ist 55 Jahre alt, hat einen Abschluss in Elektronik-Ingenieurwesen und ist derzeit Geschäftsführer in zwei Unternehmen im Bio-Sektor, einem Einzelhandels- und einem Verarbeitungsunternehmen, von denen er auch Mitbegründer ist. Bei seiner Tätigkeit in der Profit-Welt hat er es immer für grundlegend gehalten, Zeit und Energie so zu verwalten, dass er einen bedeutenden Teil davon ehrenamtlichen Aktivitäten widmen kann: seit 1999 in der internationalen Zusammenarbeit innerhalb des Circolo Alex Langer in Viareggio, dessen Präsident er seit 2005 ist; seit 2006 Mitglied von COSPE, wo er Vorstandsmitglied und Schatzmeister war. Seit 2018 ist er Mitglied des Verwaltungsrats der Fondazione Alexander Langer.
Stefano Petrungaro
Ich bin Historiker für Osteuropa in der Zeitgeschichte (19.-20. Jahrhundert) und lehre an der Universität Ca' Foscari in Venedig. Unter den Themen, mit denen ich mich befasse, gibt es einige, die sich mit den Bereichen überschneiden, die das Denken und Handeln von Alexander Langer geprägt haben, wie die Frage der Grenzregionen und das Zusammenleben in multiethnischen, -konfessionellen und -sprachlichen Kontexten, die ich mit Bezug auf das späte Habsburgerreich erforscht habe; oder das Thema Krieg, Gewalt und deren Erinnerung, dem ich mich seit langem mit einem Schwerpunkt auf Jugoslawien und den Balkan widme.
Lorenzo Vianini
Bozner, Jahrgang 1993, habe ich mich bereits während der Oberschulzeit der politischen Tätigkeit genähert und von dort zu Radio Tandem, wo ich als Techniker und Mitglied des Verwaltungsrats tätig bin. Meine akademische Laufbahn endete mit einer Promotion in Zeitgeschichte in Urbino. Als Historiker beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Entwicklung lokaler Erinnerungen in der Nachkriegszeit, wobei ich besonderes Augenmerk auf die Verflechtung zwischen Erinnerungen und der politisch-medialen Konstruktion der Vergangenheit lege.
Anna Wolf
Als Südtiroler Juristin mit Schwerpunkt Sprachenrechte, und zugleich Europäerin im Herzen, begeistern mich Fragen rund um Minderheiten, Menschenrechte, und andere philosophische Diskussionen. In den vergangenen Jahren habe ich an Forschungsprojekten von Eurac Research mitgewirkt, spannende Erfahrungen bei der Ständigen Vertretung Österreichs beim Europarat sowie bei der EU-Delegation am Europarat (Straßburg) gesammelt und eine Zeit lang als Journalistin gearbeitet. Von 2024 bis 2025 habe ich an der Murdoch University in Perth (Western Australia) zu Sprachenrechten der First Nations in Australien geforscht. Meine größte Leidenschaft bleibt aber stets... die französische Sprache!