21 dicembre 2025
Non banalizzate l'aborto
L'11 aprile 2024, il Parlamento europeo ha approvato una risoluzione che inserisce nell’articolo 3 della Carta dei diritti fondamentali dell’Unione Europea il seguente passo “il diritto all’autonomia decisionale sul proprio corpo, all’accesso libero, informato, completo e universale alla salute sessuale e riproduttiva e a tutti i servizi sanitari correlati senza discriminazioni, compreso l’accesso all’aborto sicuro e legale“. È, si spera, il termine di un lungo dibattito. È noto come su tale argomento la posizione di Langer fosse stata attaccata per questo forse è bene ricordare come egli si opponesse ai tentativi dei partiti centristi di bloccare o limitare in vari modi tale diritto, e che quindi non fosse antiabortista. Semplicemente con molta preveggenza metteva in guardia da semplificazioni dogmatiche allora molto in voga. Ecco, ad esempio, il breve testo che lesse in occasione della proposta del deputato conservatore Kris Van Dijck.
Non banalizzate l'aborto - dichiarazione al PE: link
Erklärung zur Stimmabgabe des Abg. LANGER zum Resolutionsentwurf VAN DIJK, Doc. B3-396/90 12.3.1990
Ich kann die Resolution, die Nel van Dijk namens der grünen Fraktion eingereicht hat, weder teilen noch für sie stimmen. Um es deutlich zu sagen: ich bin überzeugt, daß nicht das Gesetz - und schon gar nicht das Strafgesetz - beim freiwilligen Schwangerschaftsabbruch eingreifen soll; das kann nur eine Frage des Gewissens sein, nicht eine Domäne der gesetzlichen Kontrollen, Bewilligungen oder Verbote. Insofern wünsche auch ich mir, daß man in allen Ländern darauf verzichtet, Abtreibung zu kriminalisieren und damit in den Untergrund zu verdrängen. Doch glaube ich, daß Grüne diesen Standpunkt völliger Entkriminalisierung gerade deshalb vertreten können, weil sie sich sehr wohl bewußt sind, daß jeder Schwangerschaftsabbruch eine ungeheure Gewalt enthält - sowohl gegen den/die Ungeborene/n als gegen die betroffene Frau, und daß es deshalb mit keiner einseitigen Vereinfachung getan ist. Wir, die wir uns bemühen, jegliche Art von Gewalt abzubauen und unsere Übergriffe gegen die gesamte Biosphäre, und insbesondere gegen jede Art von Leben einzudämmen, weil wir die Rechte auch der künftigen Generationen und der von den Menschen verschiedenen Lebewesen anerkennen, dürfen dann die Frage der Abtreibung nicht einfach zu einer Angelegenheit besser funktionierender sozialer Dienste herunterspielen und sie auch nicht nur unter dem Aspekt der Rechte der Frauen sehen. Jeder Schwangerschaftsabbruch - der sicherlich nur von den direkt beteiligten Personen und letztlich von der betroffenen Frau beschlossen werden kann - ist eine extreme Entscheidung, die gerade von den Betroffenen oft als eine Art "Notwehr" (nicht selten gegen männliche Übergriffe oder Unrecht) erlebt wird. Eine solche Entscheidung soll weder gesetzlichen oder bürokratischen Zwängen unterworfen werden, noch darf sie banalisiert oder zum Symbol der Befreiung erhoben werden.
Alexander Langer
Testo proposto da Sandro Slomp