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Ukraine und Europa

Von Marianna Beresh, Ukrainische Studentin in Südtirol. Ich bin seit sechs Jahren in Südtirol zum studieren und war schon ein halbes Jahr nicht zu Hause, für mich ist es eigentlich schwierig zu reden, weil ich momentan alles nur aus den Zeitungen lese, das ist eine Sache, was in Wirklichkeit ist, das ist etwas anderes. Gestern habe ich noch meine Mutter angerufen, um zu fragen, wie es wirklich ist..
Ich persönlich, ich bin dagegen, dass die Ukraine der EU beitritt. Ich bin gegen, weil ich denke immer, es soll schon Einheit zwischen Vielheit sein, aber ich denke EU hat sowieso schon zu viele Länder. Und 25 Länder, das ist schon eine Menge, ich denke man verliert dann seine Identität, seine eigene Kultur, denn europaweite Gesetzt müssen angewandt werden, und automatisch, sicher nicht in einem Jahr, aber mit der Zeit verliert man sich selbst.
Und die Ukraine, sowie auch Russland und Weißrussland (die Länder der früheren Sowjetunion meine ich), sie sind eigene Staaten, ich glaube diese drei Länder gehören nicht dazu, schon von der Kultur her.
Sicher, für uns persönlich, vielleicht wäre es schon besser, dass wir zur EU kommen, aber das ist nur von einer egoistischen Seite, wegen des Visums zum Beispiel, ja offene Tür in Europa, das schon. Aber im Grunde wäre es besser, wenn Ukraine, Weißrussland und Russland, etwas eigenes bauen. In diesen Tagen ist zum Beispiel die Rede von so etwas wie einer ökonomischen Sojus (Union) zwischen den drei Ländern, ich denke vielleicht wäre das besser. Momentan ist die Ukraine das Land mit dem niedrigsten Lohn in Europa und wenig Gerechtigkeit, daher wäre diese wirtschaftliche Sojus schon gut.
Unser Präsident würde die Ukraine vielleicht doch gerne in der EU sehen; so wie er redet wirkt er irgendwie beleidigt, dass er von der EU kein Zeichen bekommen hat, dass sie die Ukraine als zukünftiges EU-Land sehen will. Und die EU hat auch gesagt, dass wir in zehn Jahren noch sicher nicht in der EU sein werden. Deshalb denke und hoffe ich schon, dass diese wirtschaftliche Sojus kommt, so wie Putin sagt. Ich denke es wird Zeit, dass sich etwas verändert, denn wenn sich die Wirtschaft verändert, verändert sich automatisch die Gerechtigkeit auch. Wenn die Leute kein Geld haben, dann fangen sie mit Gewalt und Kriegen an, und deswegen gibt es keine Gerechtigkeit, und vielleicht wenn die Ökonomie besser ist, dann irgendwie kommt auch die Gerechtigkeit dazu.

(Aufgezeichnet von Sonja Cimadom)
pro dialog