pro dialog
Menschen Gottes – Genti di Dio
eine Fotoausstellung von Monika Bulaj vom 25.6. bis zum 4.7.2004 im Foyer der Gemeinde Bozen
und im Restaurant Nadamas, Obstplatz

Die Fotos der Ausstellung „Menschen Gottes, eine Reise ins andere Europa“ sind stille Zeugen der Spiritualität, die Monika Bulaj an den Grenzen Polens zu Weißrussland, Ukraine, Slowakei, Rumänien und Moldawien gefunden hat. Dort – schreibt die Autorin – „stößt man auf eine andere Welt, eine Peripherie, die auf keiner Titelseite der Tageszeitungen erscheint. Die Geschichte hat sie gezeichnet. Ihre ethnischen, nationalen, historischen und religiösen Grenzen, verschmierte und verwischte, ziehen sich mitten durch Dörfer, oder Familien, laufen an rissigen Mauern entlang – Überreste eines vergessenen Friedhofs in einem heute menschenleeren Tal – halten inne am Grab eines Heiligen, am Schauplatz eines Verbrechens. Sie überschneiden sich mit anderen, „eisernen“ Grenzen, liebevoll gehegten Erben jüngerer Zeitgeschichte, die eine Welt, ihre gemeinsamen Gedanken, Gewohnheiten, ihre Sprache...das Brot, die Liebe, den Tod zerreißen.“


Monika Bulaj ist 1966 in Polen geboren und studierte zunächst polnische Philologie an der Uni Warschau. Seit 1993 lebt die Fotografin und Schauspielerin in der Nähe von Bergamo in Italien und schreibt Reportagen und Drehbücher für Dokumentationen. Sie ist freie Mitarbeiterin der Warschauer Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“.