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Vom Balkan ├╝ber Bozen nach Stra├čburg
5.8.2009
Die Alexander Langer Stiftung hat im Rahmen des Projektes Adopt Srebrenica eine Studienreise nach Straßburg organisiert, an welcher 30 junge Menschen aus verschiedenen Ländern des Balkans und Bozen teilgenommen haben. Sie haben sich dort, dank der Unterstützung von Eruopaparlamentarier Sepp Kusstatscher, mit der Südostdelegation des Europäischen Parlaments getroffen.

Dreißig Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo und aus Serbien haben sich, dank des Einsatzes der Fondazione Alexander Langer Stiftung aus Bozen, zwischen 8. und 11. März in Straßburg getroffen. Sie waren Teilnehmer einer Studienreise unter dem Titel “Europa und seine Institutionen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft” und haben den Europarat und das Europaparlament besucht, sowie Politiker und Funktionaere beider Institutionen getroffen. Sie haben aber vor allem Erfahrungen und Ideen ausgetauscht, welche sonst nur schwer auszutauschen wären, in einem Gebiet wie dem Balkan welches noch immer von Gegensätzen und und Nazionalismus durchzogen ist. Alle Jugendlichen sind in der Tat Angehörige von Gruppen und Zusammenschlüssen, welche sich für Gerechtigkeit, Dialog und Ausarbeitung der Konflikte in den jeweiligen Ländern einsetzen.

Die Idee dieser Reise ist innerhalb des Projekts Adopt Srebrenica geboren, welches die freiwilligen Helfer der Stiftung seit einigen Jahren zusammen mit dem Verein Tuzlanska Amica und einer Gruppe von jungen Bosniern ausarbeiten um die Wiederannäherung zwischen den Gemeinschaften, unter dem Blickpunkt der Gerechtigkeit, zu fördern. Im vorigen Jahr hat Bozen ein erstes Zusammentreffen zwischen den Vertretern aus Srebrenica und deren Zeitgenossen welche sich für eine andere Realität am Balkans einsetzen stattgefunden. Dies leitete ein kleines Netz aus Freundschaften und Austausch ein, das mit einem zweiten Treffen Ende August weitergeführt wird. All dies geschieht auch dank der Festigung der Kompetenzen der lokalen Partner von Adopt Srebrenica, welche von der Provinz Bozen finanziert wird.

Die Reise nach Straßburg ist Teil dieser Anstrengungen und verzeichnete eine rege Teilnahme der Vertreter der Jugendzentren und Vereine von Srebrenica, Bratunac, Prijedor in Bosnien und Herzegowina, Kraljevo in Serbien und Peja-Pec im Kossovo. Die Teilnehmer und die Organisation wurden von Europaparlamentarier Sepp Kusstatscher unterstützt und beherbergt, der neben seiner Aufmerksamkeit für die Aktivitaeten der Stiftung und neben anderen Funktionen, ein ergänzendes Mitglied der Delegation für die Beziehungen mit süd-ost Europa ist.

Gerade das Zammentreffen mit den Mitgliedern der Delegation, welches symbolischerweise in dem nach Alexander Langer benannten Parlamentssaal abgehalten wurde, war der bedeutungsvollste Moment des Besuchs. “Ihre seid die Führer des zukünfigen Balkans” sagte die deutsche Europaparlamentarierin Doris Pack, Präsidentin der Delegation, welche gemeinsam mit ihren Kollegen Hannes Swoboda, Gisela Kallenbach, Jelko Kacin und Angelika Beer anwesend war. “Es liegt an euch die aktuellen Zustände zu ändern. Ihre müsst protestieren und für eine friedlichen Wandel kämpfen. Es ist für uns von großer Bedeutung Personen wie euch zu treffen; dieser Besuch ist sehr wichtig.“